Masterarbeiten

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Masterarbeiten 2016

Aufbau und Materialvielfalt historischer Druckvorlagen Ernst Kühnels - "Die islamischen Elfenbeinskulpturen VIII. -XIII. Jahrhundert"  (1971)
Masterarbeit von Elisabeth Härtel, 2016
1. Gutachter: Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Rüdel, 2. Gutachterin: Prof. Dr. Dorothee Haffner

In der vorliegenden Masterarbeit werden Material und Aufbau der Maskierungen und Retuschen an Druckvorlagen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) Berlins untersucht. Sie sind in Ebenentechnik arrangiert und durch zahlreiche Selbstklebebänder befestigt und unter- und miteinander verklebt.
Während die Publikation Ernst Kühnels unter Kunsthistorikern aufgrund ihrer ästhetischen und qualitativen hochwertigen Bildtafeln in Lichtdrucktechnik, die die islamischen Elfenbeinschnitzereien in ihrer Feinheit und Detailgenauigkeit zeigen, sehr geschätzt wird, gerieten die Original- Druckvorlagen mit Fotografien in Vergessenheit.
Die 631 Fotografien auf 522 Druckvorlagen zeigen in ihrer Vielfalt den typischen Herstellungsprozess früher Spritzretuschen der 1950er und -60er Jahre. Mattierungsmittel, Maskier- und Retuschefarbe, Schutzüberzüge, Selbstklebebänder und Nassklebebänder sind im direkten Kontakt mit der Fotoschicht. Folien und Transparentpapier dienen als Abdeckung und Schutz vor Abrieb und sind mit Selbstklebeband montiert.
Diese Montierung in Kombination mit der inadäquaten Lagerung hat in erheblichem Maße zu Veränderungen der Fotografien und verwendeten Abdeck- und Unterlagepapiere geführt.
Eine grundlegende Strategie für den Umgang mit den Maskierungen, Retuschen, Abdeckpapieren und Selbstklebebändern muss gefunden werden. Dies beinhaltet eine exemplarische Dokumentation und Untersuchung des Aufbaus der Maskierungen. Aufgrund der Vielfalt in der Bearbeitungsweise der Fotografien wurden sie exemplarisch in Gruppen eingeordnet und beschrieben. Eine Möglichkeit, den Bestand trotz Klebebandproblematik zu archivieren, konnte gefunden werden.

Masterarbeiten 2014

Die Wiedergabe der Farberscheinung von frühen Farbfilmverfahren am Beispiel von Gasparcolor. Möglichkeiten der Restaurierung von vier Werbefilmen aus den 1930er Jahren.
Masterarbeit von Andrea Krämer, 2014
| Präsentation [PDF]
1. Gutachter: Prof. Martin Koerber M.A., 2. Gutachterin: Prof. Barbara Flückiger

Die Farberscheinung und Farbästhetik früher Farbfilmverfahren kann mit heutigen Sicherungs- und Wiedergabemethoden häufig nicht originalgetreu reproduziert werden. Da die Farberscheinung die verfahrensimmanente Anmutung eines jeden Films bestimmt, geht mit der Veränderung eben dieser auch ein Teil der Authentizität des Werks verloren. Ziel dieser Arbeit ist es, die Farberscheinung eines frühen Farbfilmverfahrens wiederzugeben, ohne die Anmutung des Werks zu verändern und somit einen Authentizitätsverlust zu verzeichnen. Bei dem Farbfilmverfahren handelt es sich um ein Silberfarbsausbleichverfahren mit dem Namen „Gasparcolor“, welches der ungarische Arzt und Chemiker Bela Gaspar entwickelte. Der erste Film nach diesem Verfahren wurde 1933 in Berlin uraufgeführt. Um in Erfahrung zu bringen, ob es einen Weg gibt, die Farberscheinung von Gasparcolor zu erhalten und wiederzugeben, werden vier Werbefilme der 1930er Jahre konserviert und restauriert. Im Zuge der Sicherung werden sowohl auf analogem Wege als auch im DI-Prozess Untersuchungen und Tests durchgeführt, um eine Methode zu finden, die ursprüngliche Farberscheinung der Filme authentisch wiederzugeben.

Masterarbeiten 2013

Untersuchung der Ursachen für die Ablösung von Fotoschichten und deren Rissbildung an historischen Silbergelatineglasnegativen
Masterarbeit von Jessica Jantc, 2013

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2. Gutachterin:  Dr. Anna Schönemann

Gegenstand dieser Masterarbeit ist die Ablösung und Rissbildung von Fotoschichten an Silbergelatineglasnegativen. Im Mittelpunkt stehen Untersuchung und Dokumentation von 13 Silbergelatineglasnegativen mit unterschiedlichen Erscheinungsformen dieses Zustandsbildes. Daneben werden die Herstellungs- und Verarbeitungstechnik von Silbergelatineglasnegativen erörtert und es werden die naturwissenschaftlichen Grundlagen der beteiligten Materialien Gelatine und Glas dargestellt. Die Untersuchungen sollen helfen Herstellungs- und Verarbeitungstechniken sowie Abbaugrade der Silbergelatineglasnegative zu unterscheiden und einzuordnen. Aus den Ergebnissen wird versucht, einen Zusammenhang zwischen Rissbild und Herstellungs- und Verarbeitungstechnik bzw. der Gelatinestruktur und dem Schichtenaufbau herzustellen. Die erarbeiteten Kenntnisse dienen als Grundlage für eine Versuchsreihe, in der die Haftfestigkeit und das Verhalten verschieden verarbeiteter und hergestellter Silbergelatineglasnegative bei schwankenden Werten der relativen Luftfeuchtigkeit erfasst werden.

Masterarbeiten 2012

Die Möglichkeiten des Digital Intermediate Prozesses in der Filmrestaurierung am Beispiel von Tonbildern
Masterarbeit von Dirk Förstner, 2012

1. Gutachter: Prof. Martin Koerber, 2. Gutachter: Daniel Meiller M.A

Die unter dem Begriff Digital Intermediate (DI) zusammengefassten Prozesse der digitalen Filmpostproduktion bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Bearbeitung, Korrektur und Manipulation der Bild- und Toninformationen von Filmen. Die für die Nachbearbeitung aktueller Kino- und Fernsehfilme entwickelte Hard- und Software kann auch für die Restaurierung und Rekonstruktion historischer Aufnahmen eingesetzt werden. Art und Umfang dieses Einsatzes müssen jedoch an restaurierungsethische Anforderungen angepasst werden. Aus dieser Überlegung stellt sich folgende Frage: Welche Instrumente des DI Prozesses eignen sich für die Bearbeitung von historischen Filmmaterialien und wo liegen die Grenzen ihrer Anwendbarkeit? Anhand der Rekonstruktion von fünf frühen Tonbildern werden beispielhaft die Möglichkeiten der Anwendung einiger momentan verfügbarer Instrumente des DI Prozesses analysiert und Handlungsempfehlungen gegeben.

Weitere Informationen vermittelt der englisch gehaltene Vortrag von Dirk Förstner  auf dem ARRI-Archivworkshop in München. Am Ende des Vortrags wird das Tonbild "Am Elterngrab" gezeigt.

Digitalisierung und Synchronisierung vertonter Amateurschmalfilme an Beispielen verschiedener analoger Magnettonträger

Masterarbeit von Carsta Knaack, 2012
| Präsentation [PDF]
1. Gutachter: Prof. Martin Koerber, 2. Gutachterin: Nadja Wallaszkovits

Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit vertonten Schmalfilmen, die als Einband- oder Zweibandmaterial in ein Filmarchiv gelangen können. Bevor digitale Ansichtskopien intern gesichtet oder öffentlich gezeigt werden können, stellt sich bei Zweibandmaterial die Aufgabe der Synchronisierung von Bild und Ton. Im theoretischen Grundlagenteil werden die in Frage kommenden Magnettonträger mit ihren technischen Bedingungen vorgestellt sowie ein Überblick über die Synchronisierungsverfahren gegeben, die von Schmalfilmamateuren der 1950er bis 1980er Jahre genutzt wurden. Es wird die These entwickelt, dass bei bestimmten Synchronisierungsverfahren prinzipiell eine Rekonstruktion der Synchronität möglich ist, sofern bei der Digitalisierung alle relevanten Informationen, die das Originalmaterial in sich trägt, erfasst werden. Praktische Bearbeitungsbeispiele nutzen die erarbeiteten Grundlagen und stehen als Erfahrungsbericht.